Dank an die ehemaligen Vorstandsmitglieder

Die ehemalige Vorsitzende Helga Fahr kann auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, in der sie den Chor mit viel Engagement über Höhen und Tiefen geleitet hat.

Unsere verantwortliche für Finanzen Reinhilde Blaas hat aus persönlichen Gründen die Aufgaben an die Jugend übergeben.

Am 07.06.2017 wurde der neue Vorstand gewählt.

Mit den neu gewählten Vorstandsmitgliedern Helga Buhley, Rainer Strohpagel, Birgit Dose und Margarete Baedecker ist der Vorstand gut aufgestellt, um langfristig die bevorstehenden Aufgaben zu bewältigen und ein interessantes Vereinsleben zu gestalten..


Interview                                                 


 Das Interview mit unserem Chorleiter Gerhard Faatz wurde von Herbert Kleinschmidt (Tenor im SVC) am 14.02.2014 geführt.


 Lieber Gerhard, wie entstand  Deine besondere Verbindung zur Musik?

Es begann, als ich etwa 11 oder 12 Jahre alt war. Meine Eltern hatten ein Klavier geschenkt bekommen. Dieses weckte damals meine Neugier für Töne. Zu der Zeit besuchte ich bereits das Gymnasium in Borna. Also suchten meine Eltern für mich dort eine Klavierlehrerin. Diese brachte mir die Noten näher, so dass ich Musik auch auf dem Papier Verstand, dazu gab es jede Menge Aufgaben zum Üben.

 Wenn ich an die Zeit denke, habe ich noch eine unangenehme Erinnerung an den Brautchor aus Lohengrin, den ich mit meinen kleinen Händen einfach nicht ergreifen konnte. Ihr einziger Kommentar dazu lautete „Falsch! Du musst mehr üben!“. Da sagte ich der Lehrerin ade und spielte fleißig die Tagesschlager aus dem Radio nach.

Mit 14 Jahren wurde ich in die Jugendtanzkapelle unseres Dorfes „berufen“. Irgendwann tauchte eine Trompete auf und diese wurde mein Lieblingsinstrument. Mit 16 Jahren war ich natürlich der „beste“ Trompeter in Borna und Umgebung und wollte so werden wie Harry James – einem damals sehr bekannten amerikanischen Jazztrompeter. Ansonsten hörten wir die Swing-Musik vom Sender AFN und natürlich Kurt Henkels, das Leipziger Rundfunktanzorchester.

Wenn man aber weiterkommen will, braucht man erfahrene Lehrer, Talent und viel Fleiß.

Ich hatte zwei Lehrer:

  • den ehemaligen Solotrompeter des Gewandhausorchesters Leipzig , der mich zu einem Orchester‑Trompeter ausbildete;
  • einen Kirchenmusiker und Kantor, der mich im Klavierspiel, Gehörbildung, Harmonielehre und Tonsatz bis zu ersten Kompositionen unterrichtete.

 

Ich lernte hier, dass es außer Tanzmusik noch ganz andere gibt und beschäftigte mich mit Chören, mit Suiten, Sinfonien und Oratorien alter Meister, der Klassik bis zur Moderne und schrieb fleißig Liedsätze und Fugen alla Bach. Der vierstimmige Satz folgt nämlich strengen Regeln, die unbedingt eingehalten werden mussten – und die ich heute noch berücksichtige.

Diese beiden Lehrer wurden für mich richtungsweisend – auch in Hinsicht auf mein späteres Studium der Chor- und Orchesterleitung. Ich habe zwar damals Tanzmusik gemacht, dafür war ich aber zu gut ausgebildet und wollte unbedingt mehr. Die Anregung für meine spätere Entscheidung und damit auch die Begeisterung für die Chormusik, stellte im Grunde genommen der mich damals ausbildende Kantor. Zu dieser Zeit übernahm ich dann bereits zwei Chöre im Raum Borna und sammelte schon mal meine ersten Erfahrungen in der Chorarbeit.

Die Studienzeit war anstrengend aber anregend. Ich konnte, aufbauend auf meine Vorkenntnissen viel Wissen für meine spätere berufliche Tätigkeit mitnehmen.

Gab es besondere Höhepunkte als Chorleiter?

Höhepunkte gab es viele. Mit dem Kammerchor der Neptunwerft nahmen wir an Arbeiterfestspielen, an den Händelfestspielen und an zentralen Chorfesten der DDR teil. Nach der Wende kamen Chorfeste in Prag, Verona, u.a. hinzu. Für die erzielten Leistungen wurde der Kammerchor mehrmals mit hohen Auszeichnungen bedacht.

 

1991 übernahm ich noch den Schmarler Volkschor. Heute kann ich einschätzen, dass sich auch dieser Chor leistungsstark entwickelt hat. Das Repertoire ist reichhaltig an nationalen und internationalen Liedern.

Du lebst jetzt schon ca. 45 Jahre im Norden. Was gefällt Dir besonders an Mecklenburg?

In dieser Zeit ist Mecklenburg meine Heimat geworden, auch wenn ich stolz darauf bin, Sachse zu sein. Die Mecklenburger habe ich aber auch lieben gelernt. Ich bewundere Ihre Geradlinigkeit.

Hat Deine Ehefrau auf die berufliche und musikalische Entwicklung Einfluss ausgeübt?

Auch in meinem Leben gab es nicht nur Sonnenschein. Ich bin meiner Frau aber dankbar dafür, dass sie immer zu mir gehalten und mich in allen Lebensfragen unterstützt hat.

Wenn Du den Chor dirigierst, merkt man Dir die 82 Jahre nicht an. Woher nimmst Du die Kraft, den Schwung und den Elan?
 

      Ich lebe gesund und habe eine positive Lebenseinstellung. Den größten Einfluss hat aber die Musik auf mich ausgeübt. Einen Chor zu dirigieren bedeutet hohe geistige und physische Anstrengungen. Die ständigen hohen Anforderungen haben mich jung erhalten, denn wer rastet, der rostet.
Mit 80 Jahren hast Du Dich mit  einem Computer angefreundet. Nun benutzt Du  diesen vielseitig (Internet, Komponieren,...). Hättest Du nicht früher damit anfangen sollen?

Ich dachte immer, das Computerzeitalter lasse ich einfach aus. Nun habe ich seit zwei Jahren einen Laptop und kann ohne ihn kaum noch leben. Aber meine Ehe wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Was würdest Du aus heutiger Sicht in Deinem Leben vielleicht besser machen?

Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meinem bisherigen Leben. Ich blicke lieber in die Zukunft, denn für die habe ich mir noch einiges vorgenommen. Der Schmarler Volkschor ist für mich eine ernsthafte Herausforderung.

Der Schmarler Volkschor begeht in diesem Jahr das 30jährige Jubiläum. Wie viele Jahre schaust Du für Dich und den Chor voraus?

Diese Frage ist in meinem Alter gar nicht so leicht zu beantworten. Zunächst möchten meine Frau und ich weiterhin gesund bleiben. Davon mache ich auch meine Tätigkeit als Chorleiter abhängig. Ich denke, dass ich noch ein paar Jahre die Kraft dazu aufbringen werde. Dem Schmarler Volkschor selbst sage ich eine längere Zukunft voraus, wenn auch die Besetzung sich ändern könnte, denn es wird immer Menschen geben, die gerne singen.

 

 

30.11.2019

Beginn: 14:30 Uhr

Weihnachtskonzert

in der

Thomas-Morus-Kirche

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Bitte beachten Sie auch

die nachfolgenden Hinweise

zum Weihnachtskonzert

am 30.11.2019! 

 

 

Konzerte 2019

 

Zu Ehren und zum Andenken an unseren Chorleiter

Gerhard Faatz

findet am

30.11.2019

14:30 Uhr

in der

Thomas-Morus-Kirche

ein Weihnachtskonzert statt. Das Konzert wird von einem der Gründungsmitglieder unseres Chores Christa Radtke geleitet.

 

Aktuell sind 126 Gäste und keine Mitglieder online

Chorleiter


Gerhard Faatz


 

 Gründungsmitglieder

Dora Fleht


 

Ursula Grell


 

Christa Radtke


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Herbert Kleinschmidt

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